Kinderszenen, op. 15 (Schumann)
Kinderszenen, op. 15 (Schumann)
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- Von fremden Ländern und Menschen
- Kuriose Geschichte
- Hasche-Mann
- Bittendes Kind
- Glückes genug
- Wichtige Begebenheit
- Träumerei
- Am Kamin
- Ritter vom Steckenpferd
- Fast zu ernst
- Fürchtenmachen
- Kind im Einschlummern
- Der Dichter spricht
Von den Interpreten:
Was dieses Werk unserer Meinung nach wirklich einzigartig und zeitlos macht, ist der letzte Satz, in dem nicht mehr eine Szene aus der Kindheit dargestellt wird, sondern der Dichter selbst spricht. Dieses Durchbrechen der vierten Wand ist poetisch wie philosophisch äußerst kraftvoll, weil es das Werk von einer Darstellung der Kindheit in eine Reflexion über sie verwandelt. Die Rede des Dichters, beherrscht und ruhig und doch voller Wehmut, lässt uns unser eigenes Verhältnis zur „Kindheit“ bewusst werden. Es ist kein Zufall, dass Dichter die Jugend verehren: Kinder besitzen in ihrem Vertrauen, ihrer Begeisterung, ihrem Staunen und ihrer Zuversicht, dass gleich um die Ecke etwas Großes und Schönes wartet, etwas, das viele von uns verloren haben. Unsere Sehnsucht, jene wunderbare Haltung wiederzufinden, in der alles entweder furchterregend oder großartig ist, spiegelt sich im Monolog des Dichters am Ende des Werkes. Und so offenbart uns Schumann die Wahrheit, dass wir in der kreisförmigen Suche nach einem ewigen Anfang leben.
Was die Bearbeitung betrifft, freuten wir uns, wie natürlich sich alles auf unseren Gitarren anfühlte. Auch wenn wir uns nicht gescheut haben, viele Bearbeitungs„tricks“ einzusetzen, um das bestmögliche musikalische Ergebnis zu erzielen, haben wir das Gefühl, dass es eines jener seltenen Stücke ist, die tatsächlich für Gitarrenduo hätten geschrieben sein können.
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